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„Der Fremdenstrom, der sich seit der Lessinghausweihe nach unserem Städtchen wendet, hält unvermutet an.“
(Kamenzer Zeitung, 1931)

Der Eingangsbereich des Lessing-Museums
Der Eingangsbereich des Lessing-Museums

Da Lessings Geburtshaus bei einem Brand vernichtet worden war, bauten die Kamenzer Bürger an anderer Stelle ein repräsentatives Gebäude und eröffneten darin 1931 das Museum für ihren großen Sohn.
Seitdem widmet es sich –nur kurzzeitig kriegsbedingt unterbrochen – der Person, dem Werk und der Wirkung des Dichters. In der Vergangenheit modernisierten umfangreiche Baumaßnahmen das denkmalgeschützte Gebäude und gestalteten es Anfang der 1990er Jahre behindertengerecht. Außerdem entstand im gegenüberliegenden Röhrmeisterhaus ein attraktiver Veranstaltungsraum mit 50 Plätzen.
Am Museum, das eine städtische Kultureinrichtung ist und durch den Freistaat Sachsen gefördert wird, wirkt eine von Bund und Land finanzierte Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption.

Lessing-Museum - Dauerausstellung

Lessings Leben und Werk

Lassen Sie sich ein auf einen Dialog mit Lessing und kommen Sie seiner außergewöhnlichen Persönlichkeit näher! Museale Schaubilder zeigen Ihnen auf 250 qm Ausstellungsfläche, wie Lessing lebte, arbeitete und wirkte.
Diese Ausstellung wurde vom Oktober 2010 - Januar 2011 neu gestaltet und ist seit dem 1. Februar 2011 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Sonderausstellung

Luther, Lessing und die Reformation in der Oberlausitz

Vor 500 Jahren veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen wider den Ablasshandel – ein Ereignis, das exemplarisch für den Beginn der Reformation steht. Was bedeutete diese religiöse und gesellschaftliche Umwälzung für die Oberlausitz?
Luther war nie hier, die Region war kein Kernland der Reformation. Zum Zeitpunkt von Luthers Thesenanschlag gehörte sie noch für ein gutes Jahrhundert zum Königreich Böhmen, das von katholischen Landesherren regiert wurde.
Gerade der Status als Nebenland der böhmischen Krone eröffnete der Oberlausitz aber Spielräume, die die politischen Akteure beider Konfessionen auf bemerkenswerte Weise nutzten. Schon im 16. Jh. entstand im Gefolge der weitgehenden,
aber eben nicht flächendeckenden Durchsetzung der Reformationin der Oberlausitz ein bikonfessionelles Gebiet.
In dieser spezifischen Ausprägung war das einzigartig in Deutschland. Die Oberlausitz schlug damit einen Sonderweg ein, der ihre Menschen bis in die Gegenwart hinein prägte und prägt. So mischen sich hier bis heute evangelische
und katholische Gebiete auf engem Raum. Die Sonderausstellung verschränkt die Hauptereignisse der Reformation mit den Geschehnissen in der Oberlausitz, wobei exemplarisch gezeigt wird, wie sich die neue Konfession in Kamenz durchsetzte. Die Oberlausitz wird zudem in
Beziehung gesetzt zu anderen frühen bikonfessionellen Territorien wie Erfurt.
Letztlich entstand in der Oberlausitz eine gelebte religiöse Toleranz, die auch Gotthold Ephraim Lessing, den bedeutendsten Sohn der Stadt Kamenz, nicht unbeeindruckt ließ. Der bikonfessionelle Charakter der Landschaft seiner Kindheit beeinflusste Lessings Erfahrungshorizont,
sein späteres Denken und Schaffen. Nachgezeichnet wird zudem das spannungsreiche Verhältnis Lessings zu Luther. Die Ausstellung zeigt dies anhand verschiedener Schriften des großen Aufklärers.

Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.

Eröffnung Mittwoch, 1. März 2017, 19 Uhr
Ausstellungsdauer 2. März bis 23. Juli 2017
  Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr
Ausstellungsort Malzhaus Kamenz (Zwingerstr. 9)
Veranstalter Städtische Sammlungen Kamenz / Lessing-Museum

VORSCHAU

Farbenspiel im Wüstensand
Eine Foto-grafische Reise durch die Felsenstadt Petra, Weltwunder in Jordanien
von Wolfgang Wittchen

Eröffnung Mittwoch, 16. August 2017, 19 Uhr
Ausstellungsdauer 17. August bis 29. Oktober 2017
  Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr
Ausstellungsort Malzhaus Kamenz (Zwingerstr. 9)
Veranstalter Städtische Sammlungen Kamenz / Lessing-Museum