Presse
PI 16-2012
Jens Bisky mit seinem Buch über Friedrich II. zu Gast in Kamenz
Der 300. Geburtstag Friedrichs II. in diesem Jahr bietet nicht nur die besondere Gelegenheit an einen schillernden Herrscher und einen widersprüchlichen Menschen zu erinnern, sondern auch Anlass, über Wege und Irrwege deutscher Geschichte nachzudenken.
Jens Bisky – einer der herausragenden Kenner Preußens – wird am 21. Mai, 19.00 Uhr, im Ratssaal des Kamenzer Rathauses sein Buch „Unser König. Friedrich der Große und seine Zeit“ vorstellen.
Wohl kein anderer König ist den Deutschen als Person so nahe gerückt wie Friedrich II. Weit über seine Lebenszeit hinaus hat er Herz, Verstand und Einbildungskraft der Menschen beschäftigt: als schöngeistiger, aufmüpfiger Kronprinz, als aufgeklärter junger König, der die Initiative ergriff, als Feldherr, der sieben Jahre einer Übermacht von Gegnern trotzte, als Alter Fritz, der die Kräfte wieder einzudämmen versuchte, die er geweckt hatte. Er führte mehr als zwei Jahrzehnte Krieg und erhob Preußen in den Rang einer Großmacht. Er war ein moderner Herrscher nach dem Geschmack des Jahrhunderts, er durchbrach immer wieder die Beschränkungen durch Zeremoniell und Herkommen und erfand eine neue Art, König zu sein. Wer war dieser Mann, und warum ist er bis heute ein Faszinosum geblieben?
Jens Biskys Lesebuch will Gelegenheit geben, Friedrich II. kennenzulernen. Zu Wort kommen neben dem Autor, der mit einem großen biographisch-historischen Essay einleitet, u. a.: Friedrich selbst und Lessing natürlich, auf dessen Lebensweg Friedrich indirekt und auch direkt Einfluss nahm. Darüber hinaus Nicolai, Kant, Goethe, Bismarck, Fontane, und eine Reihe zeitgenössische Beobachter und Anekdotensammler. Der Band zeichnet nicht nur das Leben Friedrichs, sondern auch die wichtigsten Wesenszüge seiner Herrschaft, ja seiner Epoche nach.
Jens Bisky, geboren 1966 in Leipzig, ist Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung. Neben dem Friedrich-Lesebuch ist Bisky, der studierte Kulturwissenschaftler und Germanist, Verfasser einer anerkannten Kleist-Biografie (2007). Darüber hinaus veröffentlichte der die viel diskutierten Bücher Poesie der Baukunst (2000), Geboren am 13. August (2004) und Die deutsche Frage (2005).
Der Eintritt beträgt 3,- € und 1,50 € für Ermäßigungsberechtigte.
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PI 17-2012
Ausstellungseröffnung „In Rübezahls Zauberküche“
Fasziniert hatte das Riesengebirge die Künstler schon seit Jahrhunderten, insbesondere die Romantiker. Doch seit das Trennende in Europa mehr und mehr verschwand, wurde die faszinierende Landschaft mit ihrer wechselvollen Geschichte auch zu einem Raum des internationalen Kunstaustausches.
Auch Kamenzer Künstler ließen sich davon inspirieren. Ihre künstlerische Entdeckungsreise am Fuße der Schneekoppe steht unter dem Titel „In Rübezahls Zauberküche“. Die Ergebnisse sind nun zu sehen! Am Mittwoch, dem 23. Mai 2012, 19.00 Uhr, wird im Funktionsgebäude des Sakralmuseums und der Klosterkirche St. Annen eine Ausstellung der Arbeiten eröffnet, die bis zum 5. August gezeigt wird.
Ausgestellt werden Werke von Jan Eickhoff, Anne Hasselbach, Martina Vollhardt und Simone Heller (Moni West). Die Arbeiten entstanden während eines deutsch-polnischen Künstler-Workshops im Mai vergangenen Jahres in Karpacs. Die Exposition, die vom Lessing-Museum Kamenz ausgerichtet wird, ist zugleich Teil des Projektes „Via Sacra – Zwei Städte ein Weg“.
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